Die Waffen

So wie die europäische historische Fechtkunst selbst waren auch die historischen Waffen auf Präzision und Effektivität ausgelegt. Ob Dolch, Schwert oder Hellebarde: Aufbau und Form einer Waffe folgten schon damals ihrer Funktion. Dennoch waren diese Waffen nicht reine Kampfinstrumente, sondern fanden für lange Zeit einen festen Platz in Tradition, Mode und Ritual. So scheint das Schwert auch noch heutzutage untrennbar mit der Idee des Rittertums verbunden zu sein. Doch selbst die meisten freien Männer führten nicht nur zur Selbstverteidigung, sondern quasi auch als Kleidungsstück und als Ausdruck ihres Selbstbewusstseins eine Waffe bei sich. Darüber hinaus war das waffenlose ebenso wie das bewaffnete Kämpfen eine beliebte Freizeitaktivität. Besonderer Bedeutung wurde dabei dem Fechten mit dem sogenannten Langen Schwert beigemessen.

 

So ist es wenig verwunderlich, dass wir uns bei Drei Klingen e.V. neben dem waffenlosen Kampf, dem Ringen, besonders dem Training mit dem Langen Schwert widmen. Es führt zwar kein Weg an der Übung mit Trainingswaffen aus Stahl vorbei, doch bieten heute auch Kunststoffwaffen sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen Wege, die Fechterfahrung etwas sicherer zu machen. Darüber hinaus fechten wir auch mit sogenannten Paratschwertern (siehe unten die erste Abbildung). 

 

Denn bereits im Mittelalter gab es auf Sicherheit ausgelegte Übungswaffen. Dazu zählen speziell für das Turnier entwickelte stumpfe Schwerter, Keulen und Lanzen. Um den Wettkampf und die Übung mit dem Langen Schwert sicherer zu gestalten, entwickelte sich das historisch sogenannte 'Paratschwert' – heute umgangssprachlich ‚Fechtfeder‘. Es handelt sich dabei um ein stumpfes Schwert, das über eine schmalere Klinge und damit auch etwas weniger Wucht als ein Langes Schwert verfügt.